Herkunft (Region) oder
Rebsorte oder
Winzer
Fruchtige Opulenz
Gérard Bèzes, Weinhändler in Béziers und bekannt für sein umfangreiches Programm an Languedoc-Weinen, erwarb das traditionsreiche Gut bei Roquefort-les-Corbières und erfüllte sich damit einen Lebenstraum. Zuallererst suchte er einen erfahrenen Winzer. Er fand ihn in Jean-Marie Lamiri, der sofort damit begann, die Weinberge instand zu setzen, einige zu alte Parzellen herauszureißen und einen Teil des zum Gut gehörenden Brachlands zu roden und für neue Anpflanzungen vorzubereiten. Das Schwergewicht legt Gérard Bèzes auf Grenache, Syrah und vor allem Mourvèdre, die auf dem steinigen und maritimen Terroir am Ostrand der Appellation Corbières einen sehr runden, kräftigen Rotwein mit feinen Tanninen ergeben.
Auch im Keller ist mit Gérard frischer Wind eingezogen – und damit die moderne Technik, die notwendig ist, um gute Weine zu erzeugen. Dabei setzt er bei Syrah und Mourvèdre hauptsächlich auf die für die Corbières so typische Macération carbonique, die Kohlensäuremaischung, bei der die ganzen Trauben in einen mit Kohlensäuregas gefüllten Tank geschüttet werden. Dadurch beginnt jede Beere zunächst in sich selbst zu gären, bevor die Beeren aufplatzen und sich eine herkömmliche Maischegärung anschließt. Diese Methode betont die fruchtige Fülle und extrahiert weniger Tannine, wodurch der Wein an Rundheit gewinnt.
Anschließend erfolgt eine sechs Monate dauernde Reifephase in Barriques. Dafür zieht der Wein in die gigantischen unterirdischen Säle des früheren Gipsbergwerks des nahen Portel-des-Corbières um, in denen bei konstant niedriger Temperatur und ausreichender Luftfeuchtigkeit optimale Bedingungen für seinen Ausbau herrschen. Dabei gewinnt der Château de Montpezat an Harmonie und die dezente Würze des Eichenholzes unterstreicht seinen von Natur aus würzig-fruchtigen Charakter, in dem die Wildkräuter seiner Heimat anklingen.
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