Herkunft (Region) oder
Rebsorte oder
Winzer
Zitronenfrische im Glas
Die Halbinsel Sorrent liegt an der Mittelmeerküste zwischen dem Golf von Neapel und der Amalfiküste. Sorrento ist dem antiken Namen surrentum und dem Mythos der Sirenen entnommen, die durch ihren Gesang die Seefahrer verwirrten. Die Küstenregion im Golf von Neapel ist bekannt für ihre Zitronengärten auf den Tuffsteinterrassen. Die Zitronensorte zeichnet sich durch ihren Umfang aus, der deutlich größer ist als bei einer normalen Frucht. Das typische Kennzeichen ist das Horn an der Spitze.
In der Tradition der Familie Massa bekamen die Gäste des Hauses einen selbst gemachten Likör aus den hauseigenen Zitronen serviert. Die Brüder Sergio und Stefano wollten diese Sitte jedem ermöglichen und fertigen nun nach dem Familienrezept aus dem Jahr 1890 in handelsüblichen Mengen ihren Limoncello.
Die Zitronen kommen von den eigenen Plantagen oder von Bauern unter Vertrag von der Halbinsel. Geerntet wird von Januar bis Oktober. Kaum gepflückt, sind die Früchte schon in der Verarbeitungsstätte. Sie werden im Wasserbad gewaschen, leicht geschrubbt, getrocknet und mit einer umgebauten Kiwi-Schälmaschine hauchdünn geschält. Es wird nur die Schale verwendet. In der weißen Haut befinden sich nämlich die unerwünschten Bitterstoffe. Die ätherischen Öle der Zitronenschale werden mithilfe von reinem Alkohol ausgelöst (Kontaktzeit drei Tage). Der somit aromatisierte Alkohol wird nach der Filtration mit einer Wasser-Zucker-Lösung von ursprünglich 80 % Vol. auf eine Trinkstärke von 33 % Vol. eingestellt. Dieser Likör ist ein Produkt mit geschützter Herkunftsbezeichnung: Liquore di Limone di Sorrento. Vorgeschrieben sind 250 g Sorrentiner Zitronen pro einem Liter Likör.
In Italien reicht man den erfrischenden Digestif gut gekühlt mit Soda auf Eis. Wir empfehlen einen Schuß Limoncelli in den L'Arcata Frizzante.
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