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Eleganter Riesling
Das Jahr 1648 markierte den Ausgangspunkt für die Weinbaugeschichte der Familie Künstler. Nachdem sie ihren Lebens- und Arbeitsmittelpunkt bis Mitte des vergangenen Jahrhunderts im südmährischen Unter-Tannowitz hatte, wanderte sie nach dem Zweiten Weltkrieg in den Rheingau aus. Vater Franz Künstler legte in Hochheim den Grundstein für einen erfolgreichen Neubeginn. Seither ist sein Gut für hochfeinen und eleganten Riesling berühmt. Sein Sohn Gunter Künstler trat in Vaters Fußstapfen. 1996 erwarb er einen großen Anteil hochqualitativer Weinbergslagen wie Domdechaney, Kirchenstück, Hölle und Stielweg in Hochheim. Der 880-Meter-hohe Taunus schützt die Reben vor kalten Nordwinden und bietet ihnen ein ideales Kleinklima und beste Wachstumsbedingungen. Von 26 ha Rebfläche sind bei Künstlers 22 ha mit Riesling bestockt.
Die Trauben für diesen feinen Weißen stammen aus den besten Südhanglagen des Weinguts. Die Lage „Stein“ sorgt für die Mineralität, während der „Stielweg“ Kraft und ausdrucksstarke Frucht beisteuert. Beide Lagen schmiegen sich dort an den Hang, wo der Main in den Rhein mündet. Die Lichtreflexion und der Wärmespeicher beider Flüsse sind ein Garant für ein ausgezeichnetes Terroir.
Im Keller sedimentieren die Moste 48 Stunden lang. Anschließend wird nur der klare Most vergoren. Kühle Temperaturen sorgen für einen langsamen Gärverlauf und eine große Aromenausbeute.
Wer wie das Weingut Künstler dem Verband der Prädikatsweingüter angehört, darf sich mit Fug und Recht zur Qualitätselite deutscher Winzer zählen. Es sind Kreszenzen wie Künstlers Rheingau-Riesling, die das Ansehen des deutschen Weins wieder zum Strahlen gebracht haben. Der Weinexperte Hugh Johnson schreibt über ihn: Er ist „einer der talentiertesten jungen Weinerzeuger am Rhein. Seine konzentrierten, mineralisch-trockenen Rieslinge katapultierten ihn am Ende der 80er Jahre auf Ruhmeshöhen“.
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