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Winzer
Auf die sanfte Weise
An der Mittelhaardt, auf der Höhe des beliebten Steinkopfs, überrascht im kleinen Ruppertsberg der ausladende Neubau des Winzervereins. Geschäftsführer Gerhard Brauer zeigt stolz die hochmoderne Traubenannahme.
Ganztraubenpressung
Von den Hängern rutscht die Lese in eine Edelstahlwanne, in der sie gewogen wird. Dann befördert ein Aufzugssystem Wanne und Lese in die Höhe und über zwei Schienen zu den Pressen, in die die Trauben direkt hineinfallen. „So spart man sich den Pumpvorgang“, erklärt Brauer, „das ist die schonendste Möglichkeit, die Trauben in einer Kelterstation zu fördern.“ In dieser wegweisenden Anlage, der ersten ihrer Art, besteht keine Gefahr, dass bittere Phenole in den Most gelangen. Weiße Trauben werden sofort gepresst, ohne dass es nötig wäre, sie zuvor abzubeeren, ç nennt man das im Kellerei-Latein, und alle Profis sind sich einig, dass sie die feinsten Moste ergibt.
Feinfruchtige, trockene und harmonische Weine
Nach einer gründlichen Vorklärung vergärt Küfermeister Dieter Motz klaren Most auf einer kontrollierten Temperatur von 16 bis 18°C. Dabei benötigen Weißburgunder und die anderen weißen Sorten drei bis vier Wochen Zeit, bis der Zucker in Alkohol umgewandelt ist. Die durch die niedrigen Temperaturen in die Länge gezogene Gärung bewahrt die sich langsam bildenden Aromen davor, durch höhere Temperaturen oder aufgrund stürmischer Kohlensäure ausgewaschen zu werden. Ausgesprochen feinfruchtige, trockene und harmonische Weine sind das Resultat, Weine, die den ausgezeichneten Ruf des Winzervereins in Ruppertsberg begründet haben.
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