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2010 – einer wie keiner
Das Weingut Grans-Fassian existiert seit fast 400 Jahren und liegt in einer der schönsten Landschaften Deutschlands – bei der großen Moselschleife von Leiwen und Trittenheim. Die steilen, nach Süden und Westen gerichteten Hänge bewirken das perfekte Mikroklima für den Riesling. Dadurch entstehen lebhafte Weine, die eine kraftvolle Mineralität des Bodens aufnehmen.
In der Kellerei lässt Gerhard Grans den Most bei gekühlter Temperatur langsam vergären. Er baut den jungen Wein für einige Zeit auf den Hefen aus, so dass er zusätzlich zu den für den Riesling typischen Aromen weitere komplexe Duft- und Geschmacksnuancen entwickelt. Der Riesling Catherina, der seinen Namen übrigens nach Gerhard Grans’ Tochter erhalten hatte, bestätigt das hohe Ansehen des Moselaner Winzers. Die Zeitschrift „Der Feinschmecker“ empfiehlt das Weingut Grans-Fassian als eines der besten in Deutschland.
2010 war der mengenmäßig kleinste Jahrgang seit 25 Jahren. Der regional wechselhafte Vegetationsverlauf war einzigartig. Schlechtwetterphasen zur Rebblüte waren eine Ursache für die geringen Erntemengen und führten zu wenigen und dazu noch kleinbeerigen Trauben. Regen und Kälte in der zweiten Sommerhälfte sorgten dann für eine insgesamt langsame Entwicklung. Die resultierende unterschiedliche Reife innerhalb einer Parzelle machte eine arbeitsaufwendige, konsequente und mehrfache Selektion der Trauben notwendig. Unter Inkaufnahme weiterer Mengeneinbußen, wurden die Weinberge in mehreren Durchgängen von Hand geerntet. Die Weine präsentieren sich sehr klar und feinfruchtig, mit Extrakt- und Aromenfülle, voll Spannung, Spiel und Mineralität mit einer erfrischenden Säure. Die äußerst geringe Menge lässt sich mit 30% unter Normal beziffern; jedoch haben die hohen Mostgewichte die großen Ernteeinbußen entschädigt.
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