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Rheingau-Riesling vom Spitzenerzeuger
Dr. Franz Werner, der Namensgeber des Domdechant Werner’schen Weinguts in Hochheim, zählte zu den bedeutendsten Persönlichkeiten seiner Zeit. Im 18. Jahrhundert hatte er den in den französischen Revolutionskriegen zerstörten Mainzer Dom vor dem Abbruch gerettet und ihn als Bistumsverweser wieder aufgebaut. 1780 erwarb er zudem das Weingut vom Grafen York. 1795 fand dort die erste Weinversteigerung statt. Diese Auktion war der Auftakt zu einer Tradition, die bis heute Bestand hat.
Die traditionsreiche Domäne, deren malerischer Gutshof mit dem klassizistischen Gutshaus und den alten Gewölbekellern sehenswert ist, gehört heute in der siebenten Generation der Familie Michel. Ihre 12 Hektar Weinberge widmet die Familie Michel zu 98% der Rheingauer Parade-Rebsorte Riesling. Die restlichen 2 % entfallen auf den ebenfalls edlen Spätburgunder. Aus der Einzellage „Hölle“ stammt dieser Riesling Kabinett. Die „Hölle“ liegt südlich der Stadt Hochheim unmittelbar oberhalb des Mains, etwa auf halbem Weg zwischen Mainz und Rüsselsheim. Wie alle Lagen, ist auch die „Hochheimer Hölle“ leicht geneigt und nach Süden ausgerichtet. Die Böden sind kalkhaltig und reich an Mineralien.
Die renommierte Forschungsanstalt Geisenheim hat Mikroklima und Böden im Domdechant Werner’schen Weingut untersucht und bescheinigt der Familie Michel, dass 85% ihrer der Rebflächen offiziell als für den Anbau von Weinen geeignet ist, die die Bezeichnung „Erstes Gewächs“ tragen zu können. Diese amtliche Einstufung bestätigt das exzellente Terroir und die hohe Qualität von Domdechant Werner.
Zum Jahrgang 2009 sagt Werner Michel:“ Wieder ein gesegneter Jahrgang, exzellent in der Güte, aber etwas geringer in der Menge, ein Anlass zu großer Dankbarkeit.“ Nach der langen, kühlen Gärung probiert sich der Riesling mit brillanter Eleganz und strahlender Frucht, mit intensiver Mineralität und mit reifer, harmonischer Säure.
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