Herkunft (Region) oder
Rebsorte oder
Winzer
Summa cum laude
„Wenn Sie in Langhorne Creek wohnen und Potts heißen, ist es keine Frage, welchen Beruf Sie haben“, sagt Michael Potts. Bereits in fünfter Generation leitet Michael das Weingut der Familie.
1850 hatte sein Ur-Ur-Großvater Frank Potts, ein Einwanderer aus Portsmouth, den Grundstein gelegt. Er baute eigenhändig sein Kellereigebäude aus selbstgeformten Lehmziegeln und dem Holz der Redwood-Bäume. Nach einem Freund, der ihm den Anstoß zum Weinbau gegeben hatte, nannte Frank das Gut Bleasdale.
Bremer River
Frank Potts gilt als eine der eindrucksvollsten Persönlichkeiten in der Geschichte des australischen Weinbaus. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde er Zeuge, wie der Bremer River über die Ufer trat, die Böden überflutete und mit Wasser für den Landbau versorgte. Daraufhin entwickelte er ein Schleusensystem, mit dessen Hilfe er die Wassermassen direkt in seine Weingärten lenken konnte. Noch heute wird diese Praxis angewandt. Wegen des guten Wasserhaltevermögens des Bodens reicht es aus, ihn 24 Stunden lang zu fluten, um die Reben während der gesamten Wachstumsphase mit ausreichend Feuchtigkeit zu versorgen. Darüber hinaus schwemmt der Fluss nährstoffreichen Schlamm an. Gleichzeitig werden Schädlinge fortspült.
Denkmal
Mit seiner Rotwein-Cuvée setzt Michael Potts seinem legendären Vorfahren ein Denkmal. Mit Cabernet Sauvignon, Malbec und Petit Verdot nutzt er drei klassische Bordeaux-Reben. Dank intensiven Sonnenscheins und gleichzeitigen kühlen Brisen, die vom Lake Alexandrina herüberwehen, entwickeln die Reben intensive Aromen. In der historischen Kellerei, die heute unter Denkmalschutz steht, hat Michael, Absolvent der renommierten Weinbau-Hochschule von Roseworthy, modernste Vinifikationstechnik installiert. Nach der temperaturkontrollierten Maischegärung lässt er den Wein in neuen Barriques reifen.
Exzellenter Wert
Die weltweit renommierte Weinjournalistin Jancis Robinson zeigt sich generell sehr angetan von den Frank Potts-Weinen, die angesichts ihrer Qualität „viel zu billig“ verkauft würden. Schließlich betont der führende australische Weinexperte James Halliday, alle Bleasdale-Gewächse böten einen exzellenten Wert für das, was sie kosteten.
Parker vergab dem 2006er 90 von 100 möglichen Punkten.
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