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Attraktiver Sangiovese
Nicht nur in der Toskana findet die Sangiovese-Rebe ausgezeichnete Wachstumsbedingungen vor. Camillo De Iuliis und sein Team aus dem Abruzzen-Städtchen Ortona waren von der Idee besessen, dass diese Traube auch im Hinterland der Adriaküste ihre erstklassigen Eigenschaften zum Ausdruck bringen würde.
Nur bedurfte es einiger Anstrengungen, um auch die Weinbauern davon zu überzeugen, die mit der traditionellen Sortenwahl aufgewachsen waren und den Sangiovese entweder gar nicht kannten oder ihn nur als Beigabe zu ihren angestammten Hauptreben akzeptierten. Erzielte das Farnese-Team die ersten Erfolge mit Sangiovese aus dem hügeligen Anbaugebiet der Abruzzen, war die Herausforderung in Daunia, einem flachen, fruchtbaren und heißen Landweingebiet im Norden Apuliens, noch größer.
Doch auch dabei konnte Farnese-Teilhaber Valentino Sciotti auf das von ihm entwickelte Qualitätsprojekt vertrauen. "Wir legen großen Wert auf die richtige Anbaupraxis“, betont er. „Deshalb haben wir unsere Weinbauern auf ein umfangreiches Qualitätsprogramm verpflichtet, in dessen Mittelpunkt gemäßigte Erträge stehen." Jeder Rebstock besitzt nur ein gewisses Potenzial an Farbe, Aromen und Tanninen, das er seinen Trauben mitgeben kann. Wo zu hohe Erträge eingefahren werden, bleibt davon im Wein nicht genügend übrig. Um die attraktive Frucht des Sangiovese zu erhalten, ist Disziplin im Rebfeld unerlässlich. Um die Weinbauern zu motivieren, legte Valentino ihnen ein ebenso einfaches wie wirksames Prämiensystem vor. Je besser die Qualität der Trauben, desto höher der Erlös. Wie gut es funktioniert, beweist dieser saftige, fruchtig-würzige Sangiovese aus dem Weinschlauch.
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