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Soave at its best
Die Welt des Soave ist zweigeteilt. Hier die riesigen Mengen eines im großen Stil produzierten gesichtslosen Weins, der seit den 1970er Jahren den Markt überschwemmt, dort Männer wie die Gebrüder Prà, die antraten, den wahren Soave zu retten, einen dichten, komplexen, mundfüllenden Klassiker.
Dreiviertel des Soave-Gebiets, das nur etwa 10 Kilometer östlich von Verona beginnt, erstreckt sich in der Ebene mit ihren fruchtbaren, von der Etsch abgelagerten Schwemmböden. Dort erreichen die Sorten Garganega und Trebbiano Höchsterträge, liefern leichte, neutrale Weiße und sind dafür hauptverantwortlich, dass der Soave mengenmäßig nach Chianti und Montepulciano d’Abruzzo in Italien Platz 3 einnimmt. Das restliche, als Soave Classico anerkannte DOC-Gebiet erstreckt sich auf den Hügeln zwischen den Kleinstädten Soave und Monteforte d’Alpone und weiter nördlich. Hier wachsen die Reben in verwittertem vulkanischem Gestein und können Weißweine von ganz anderem Format liefern.
Um eine solch überzeugende Qualität in die Flasche zu bringen, wie es die Brüder Sergio und Graziano Prà tun, heißt es in erster Linie: die Garganega zähmen. Diese für das Veneto typische Sorte, die in geringerem Umfang auch im Friaul, in der Lombardei und in Umbrien angebaut wird, kommt mit ihrer guten Resistenz gegen Pilzbefall den Weinbauern entgegen. Aber die spätreifende Sorte liefert zugleich regelmäßig sehr hohe Erträge, was jeden Winzer, dem es um hohe Qualität geht, viel Sorgen und Arbeitsaufwand bereitet. Wenn es jedoch gelingt, sie zu meistern, dann schenkt sie bezaubernde Weißweine mit komplexem Bukett, mineralischer Frische, cremiger Textur, zitroniger Frucht und feiner Bittermandelnote im Abgang.
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