Herkunft (Region) oder
Rebsorte oder
Winzer
Lieblingswein des Baron Schwendi
Das Spannende an den Elsässer Weinen besteht darin, dass sie zwar auf deutschen Rebsorten basieren, aber im Stil unleugbar französisch sind. Sehr französisch ist im Elsass auch das Lagenbewusstsein. Nicht von ungefähr gibt es dort 51 anerkannte Grands Crus, aber auch eine ganze Anzahl an lieux-dits, an Flurnamen, die ihren eigenen Charakter behaupten.
In der Krisenzeit der 1920er Jahre schlossen sich drei Dutzend Winzer in Ingersheim und den Nachbargemeinden zusammen. Heute zählt ihr Winzerverein 175 Mitglieder, die 390 Hektar bewirtschaften, darunter neun Grands Crus. Bekannt wurde die Kellerei unter dem Namen Jean Geiler. Der 1445 in Schaffhausen geborene, früh verwaiste Notarssohn verbrachte seine Jugend bei seinem Großvater in Kaysersberg. Pierre Schott, Vorsitzender der Stadtverwaltung von Straßburg, lud ihn 1478 ein, Prediger an der Straßburger Kathedrale zu werden. Jean Geiler übte diese Tätigleit bis zu seinem Tod 1511 aus. Jetzt ehren die Ingersheimer diese bemerkenswerte Persönlichkeit mit ihren Weinen.
Florimont ist der Name einer Grand Cru Lage im Elsaß zwischen den Ortschaften Ingersheim und Katzenthal. Geschützt durch die Vogesen wachsen die Gewürztraminer-Stöcke auf Kalkmergel-Böden. Der edelsten elsässischen Rebsorte verleihen Boden und Lage ein blumiges Bukett. Mit gemäßigten Erträgen kultiviert und schonend von Hand gelesen, entfaltet diese pikante Sorte feinen Rosenduft und einen von Litschi geprägten Körper. Schon Lazarus von Schwendi (1522-1583), ein großer Verfechter der elsässischen und breisgauer Weinkultur, ernannte Florimont zu seinem Lieblingswein.
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