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Winzer
Korrekturen bis zum Schluss
In der Familie Prà wussten schon die Generationen vor den Brüdern Sergio und Graziano aus ihren Hanglagen Weine von hoher Qualität zu erzielen. So wurde den beiden eine lebendige Tradition mitgegeben, die wiederum Sergios Sohn Flavio auch im Blut hat. Die Azienda Agricola Prà befindet sich in Monteforte d’Alpone nahe der Autobahn Verona-Mailand. Dort haben die Gebrüder Prà zu Füssen des Froscà-Hügels ihre Kellerei errichtet, in der auf Besucher ein stilvoller Verkostungssaal wartet.
Sergio Prà arbeitet mit höheren Pflanzdichten, stärkerem Rückschnitt, Ausdünnung, organischem Dünger und – als letztes Korrektiv – grüner Lese, mit der er den Überschuss an Trauben entfernt, bevor sie reifen. Dann beobachtet er den Reifeprozess minutiös, bevor er Grünes Licht für die Lese gibt, die in der Regel Mitte September beginnt und bis Mitte Oktober reicht.
Bisher kannten wir Graziano Prà als Weißweinwinzer unseres Soave. Eine bisher unentdeckte Begabung scheint die Familie auch für Rotwein zu haben. Als Beispiel gilt dieser gehaltvolle Rotwein. Das Lesegut kommt nördlich von Verona aus den Weingärten der Gemeinden Mezzane und Tregnago mit einem niedrigen Ertrag von 42 hl/ha. Hier bilden Gletschermoränen das Gesteinsgemisch. Ripasso ist die Bezeichnung für einen Wein, der klassischerweise auf dem Trester des Amarone vergoren wird. Dadurch gewinnt der Wein einen rosinenartigen Geschmack. Der Ausbau im 200 l Eichenfass verleiht diesem bereits gehaltvollen, dichten Wein mit einem Trockenextraktwert von 35,6 g/l eine weitere Fülle an Aromen wie Alpenkräuter, Gewürze und Blütenduft. Im Mund zeigen sich Kirsche Mandellikör, Brombeere, Minze und etwas Lorbeerblatt. Dieser trockene Wein gesellt sich gerne zu Pasta, Kalb, Wildbret und gereiftem Käse.
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