Herkunft (Region) oder
Rebsorte oder
Winzer
Zart und mineralisch
Pommern, ein schon von den Römern vor mehr als 2000 Jahren geschätzter Weinort, rühmt sich zu Recht, die längste zusammenhängende Südlage der Mosel zu besitzen.
Mildes Mikroklima
Die Lagen Rosenberg, Sonnenuhr, Goldberg und Zeisel reihen sich dort aneinander, ohne dass die Winzer des Dorfes einer den Vorzug geben würden. Auf den Steillagen über dem hier schon breiteren Fluss reifen die Trauben gut aus, denn Ausrichtung und breite Wasserfläche sorgen für ein besonders mildes Mikroklima, das sich in den Weinen oft durch eine delikatere Säure ausdrückt, als man sie aus anderen Moselabschnitten kennt. Insgesamt summieren sich die Lagen auf 64 Hektar, von denen das Weingut Schneiders Moritz einen guten Teil bewirtschaftet.
Das Terroir
Doch nicht nur das Mikroklima verleiht den Weinen ihren Charakter, sondern auch die Schieferverwitterungsböden in den teils extrem steilen Lagen. Während die Rebwurzeln sich tief in das Gestein hineinbohren und dort Mineralien assimilieren, heizt sich der Boden tagsüber auf und gibt die gespeicherte Wärme während der Nacht ab, was der spät reifenden Rebsorte Riesling zugute kommt.
Die Pflege
„Das Wachstum der Reben wird durch ständige Pflege im Weinberg unterstützt“, betonen der junge Kilian Moritz und seine Mutter Hildegard, „beginnend mit dem Rebschnitt im Winter, gefolgt vom Anbinden der Rebe im Frühjahr, Hochbinden der Triebe im Sommer, Ausbrechen von Geiztrieben, Ertragsreduzierung, Schädlingsbekämpfung und ständiger Bodenbearbeitung“.
Frische Frucht und die feine Mineralität
Vor allem die gezielte Reduzierung des Ertrags ist Voraussetzung für eine einwandfreie Traubenqualität. Kilian überprüft den Reifegrad des Rieslings penibel, schickt die Lesehelfer zum rechten Zeitpunkt in den Hang und versorgt sie mit kleinen Kunststoffkisten, in denen die Trauben unbeschädigt den Keller erreichen. Auch im Keller geht es dem gelernten Winzer um schonende Verarbeitung. Die Moste vergärt er bei niedriger Temperatur in Edelstahltanks, wodurch ihre zarte, frische Frucht und die feine Mineralität zum Ausdruck gebracht werden.
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