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Respekt für Terroir und Umwelt
In den Weinbergen von Viré, einer Burgund-Gemeinde, 20 Kilometer nördlich von Mâcon, verkünden an die 60 Tafeln: „Cru Viré-Clessé – Terroir und Umwelt zu respektieren, dafür engagieren sich die Winzer der Cave de Viré.“
Das sind keine leeren Worte. Bereits ab 1991 begannen die heute 221 Mitglieder der Kooperative nach den Prinzipien des integrierten Anbaus zu arbeiten und jede Aktion in ihren Weinbergen zu überdenken und zu dokumentieren. Dahinter stand nicht nur der Gedanke, einen umweltverträglichen Weinbau zu praktizieren, sondern auch die Einsicht, dass nur sorgfältige Arbeit im Weinberg gesunde Trauben von so hoher Qualität ermöglicht, wie sie für die Anerkennung Virés zur ersehnten eigenen Appellation unumgänglich waren und sind.
Dass Weinqualität in erster Linie im Weinberg entsteht, klingt inzwischen schon abgedroschen. Leicht vergisst man dabei, dass es sich um fortgesetzte Anstrengungen handelt, die keineswegs von einem Tag auf den anderen erreicht werden können, sondern Jahre zielgerichteten Strebens bedeuten. Die Winzer von Viré haben das eingesehen und bemühen sich auch heute noch, ihre Arbeit weiter zu verbessern.
Dies führte im Herbst 2004 zur schon lange anvisierten Gründung einer technischen Kommission, die rechtzeitig vor der Lese die Weinberge inspiziert. Ihre Aufgabe ist es, den Gesundheits- und Reifezustand der Trauben, den zu erwartenden Ertrag und eventuell die Lese beeinträchtigendes Unkraut zu ermitteln. Mit diesen Angaben, die 2005 zum ersten Mal in allen rund 1.000 Parzellen der Cave durchgeführt wurden, kann Frédéric Chapeau, der weinbautechnische Berater, einen optimalen Ernteplan entwickeln, der Qualität und Terroir Rechnung trägt. So gelingt es, spezielle Fluren getrennt zu lesen. „Diese verschiedenen Sektoren und Selektionen wurden selbstverständlich getrennt vinifiziert“, betont Kellermeister Vincent Bartement. „Wir wollen die Appellation besser prägen, indem wir deren Entwicklung folgen.“ Das Ergebnis besteht in vier verschiedenen Cuvées Viré-Clessé und drei unterschiedlichen Mâcon-Villages, die, obwohl sie alle aus Chardonnay entstanden sind, gleichwohl einen je eigenen Charakter besitzen.
In der Kellerei steht die beste Technik bereit, um Qualität und Ausdruck der Trauben im Wein zu erhalten. Pneumatische Pressen keltern diese behutsam, dann werden sie bei niedriger Temperatur vorgeklärt, um unter strikter Temperaturkontrolle zu vergären. Große Aufmerksamkeit schenkt der Kellermeister beim Viré-Clessé dem biologischen Säureabbau. So entsteht ein klassischer weißer Burgunder mit angenehmer Frische, gutem Volumen, großer Ausgewogenheit und bemerkenswerter Länge.
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