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Winzer
Gärung mit ganzen Beeren
Im Roussillon finden sich viele malerische Winzerdörfer. Zu diesen zählt Caramany, das 40 Kilometer vom Mittelmeer entfernt am Flüsschen Agly liegt. Die Winzer der Vereinigung Vignerons Catalans, erwarben sich mit ihren ansprechenden Rotweinen das Recht, den Namen ihres Dorfes auf das Etikett setzen zu dürfen. "Wir waren die Ersten in der Region, die die Kohlensäure-Maischung eingeführt haben", erinnert sich Roger Sales, Präsident der Kooperative von Caramany. Bei diesem Verfahren werden die Gärtanks mit gasförmiger Kohlensäure gefüllt, bevor man die Trauben mit ihren ganzen Beeren hineinschüttet. Nur ein geringer Teil der Beeren platzt dabei auf, die meisten bleiben unversehrt, so dass die Gärung innerhalb der Beeren einsetzt. So wird den Schalen ein Optimum an Farbe und Aromen entzogen, aber nur ein Minimum an Gerbstoffen. In den 1960er Jahren begannen die Winzer mit dieser Methode, weil der mit großem Abstand in ihren Weinbergen dominierende Carignan bei der traditionellen Maischegärung zu tanninreiche und verschlossene Weine liefert.
Zugleich machten sie sich daran, ihren Sortenspiegel zu verbessern, indem sie vor allem Syrah und Grenache Noir pflanzten. Für den Château Mauléon, bei dem es vor allem um Fruchtigkeit und dezentes Tannin geht, lässt Kellermeister Philippe Alengray auch die Syrah so vergären, während er den leicht oxidierenden Grenache Noir in klassischer Maischegärung vinifiziert. Im Dezember und Januar kommt die Zeit der Assemblage. Dann werden die fruchtigsten Carignans, Syrahs und Grenaches im Verhältnis 40:40:20 miteinander vereint, um bereits nach einem weiteren halben Jahr Ausbauzeit abgefüllt zu werden. Mit diesen Maßnahmen lagen die Vignerons richtig: Ihr Rotwein trifft den Geschmack vieler Weinfreunde, weil er sich bereits als junger Wein aromatisch und rund präsentiert und sich sehr angenehm trinken lässt.
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