

Diskussion um eine “Verschlusssache”
Alternative Verschluss-Systeme:
Kunststoff, Schraubdeckel, Glas
Nachdem die Zahl der Reklamationen wegen Korkfehltönen in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen ist (Schätzungen sprechen von bis zu fünf Prozent der weltweit produzierten Flaschen), entwickelt die Weinwirtschaft nun Alternativen.
Eine bedeutende Rolle spielen die so genannten “Kunststoffkorken”. Je nach Geschmack und Weinkultur kommen diese mal schillernd bunt (v. a. Neue Welt), mal in gedecktem Korkfarbton auf den Markt. Diese Verschlussmöglichkeit wird vorwiegend für jung zu trinkende Weine, die maximal zwei Jahre in der Flasche bleiben, genutzt.
Während die meisten Konsumenten positiv auf den “Kunststoffkorken” reagieren, sind sie mit Blick auf den Schraubverschluss deutlich skeptischer. Zu sehr haftet ihm ein “Billig-Image” an. Dabei erfreut er sich bei den Fachleuten eines hohen Ansehens. So hat sich der Bordelaiser Starwinzer André Lurton entschieden, einen Teil seiner hochwertigsten Weine mit diesem Verschluss zu versehen. Angesehene Kollegen in den führenden Anbaugebieten Europas tun es ihm gleich – und das mit gutem Grund: Immerhin eignet sich der “Schrauber” hervorragend zum langzeitigen Verschließen.
Ästhetisch ansprechend und absolut geschmacksneutral sind Verschlüsse aus Glas. Leider sind diese noch immer relativ teuer und werden deshalb bisher nur selten verwendet.


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